13. Dezember 2020 | Beschluss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Artikel bewerten
(14 Stimmen)
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

der Beschluss der

TELEFONKONFERENZ DER BUNDESKANZLERIN MIT DEN REGIERUNGSCHEFINNEN UND REGIERUNGSCHEFS DER LÄNDER AM 13. DEZEMBER 2020

legt in Ziffer 6. (weiterhin) fest, dass medizinisch notwendige Behandlungen weiter möglich bleiben.
 
Wir gehen deshalb davon aus, dass sich an den bisherigen Regelungen bzw. Beurteilungen im Hinblick auf die Durchführung von Rehabilitationssport in Gruppen auch in den kommenden Corona-Verordnungen der Länder nichts ändern wird. 
 
Dies entspricht dem Willen des Gesetzgebers, dass Dienstleistungen, bei denen hochrangige Schutzgüter, wie Gesunderhaltung oder Rehabilitation im Vordergrund stehen, unter der Umsetzung von strengen Schutz- und Hygienekonzepten weiter möglich bleiben.
 
Zur Verantwortung in diesen Zeiten hatte ich in meinem Beitrag „Bemerkungen zur aktuellen Situation“ vor einigen Tagen Stellung bezogen.

5 Kommentare

  • Maria Rondrig

    Ich bin Mitglied Ihres Verbands aber das können Sie nicht wissen... Das Personal, welches Rehasport durchführen kann, ist nicht einmal so spezifisch wie Sie es sagen. Das Personal im Rehasport bedarf beispielsweise keinem Studium und die Qualität der Rehasport-Anbieter variiert aus diesem Grund sehr stark. Generell - Rehasport soll zur Eigenverantwortung führen, wie Sie je bereits geschrieben haben (Zitat: "Durch den Bewegungsmangel nehmen die Patienten an Körpergewicht deutlich zu. Dadurch wird die Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterin- Einstellung schlechter, was den Verlauf der Herzerkrankung zusätzlich negativ beeinflusst."). Wer am Rehasport teilnimmt, sollte bereits Eigenverantwortung haben, um temporär auch allein zu trainieren und sich als Risikogruppe nicht einer Gefahr auszusetzen, die weitaus gravierender ist als dass was Sie gerade beschrieben haben. Aber in Bezug auf das, was Sie geschrieben haben, trifft dies anscheinend nicht zu. Das Problem beim Rehasport ist anscheinend, dass die Menschen keine Eigenverantwortung erlernen, welche dazu führt selbständig zu Haus oder woanders zu trainieren. Ich hatte es bereits erwähnt aber es gibt auch online Formate, welche durchgeführt werden können und alle anderen Menschen, die kein Internet haben, sollten sich auch momentan stärker schützen denn je.

    Ihnen auch eine schöne Weihnachtszeit und viel Gesundheit!

    Maria Rondrig Dienstag, 15. Dezember 2020 10:21 Kommentar-Link
  • s.knappe

    Guten Morgen, Frau Rondrig und Frau Demes!

    Zunächst einmal möchte ich sagen, dass wir uns freuen, dass Sie unseren neuen Blog mitlesen, obwohl Sie gar nicht Mitglied in unserem Verband sind.

    In einer freien Gesellschaft darf und soll es unterschiedliche Meinungen geben. Uns ist bewusst, dass nicht jeder unsere Auffassungen teilt.

    Aber aus medizinischer und therapeutischer Sicht halten wir es für sinnvoll den Rehasport auch weiterhin durchzuführen. Diese Auffassung wird auch von der DGPR e.V. geteilt.

    "Die DGPR vertritt als medizinische Fachgesellschaft mit ihren Landesorganisationen bundesweit über 9.000 Herzgruppen mit annähernd 200.000 chronisch herzkranken Patienten. Ein gesunder Lebensstil bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch weit mehr als die ausschließliche Vermeidung einer Corona-Infektion. Für den Verlauf der chronischen Herzerkrankung ist es von enormer Bedeutung, dass unsere Patienten auch während der Corona-Pandemie die spezifische medizinische Therapie konsequent und soweit als möglich fortführen. ... Wir sehen in der ärztlichen Praxis und in der Klinik täglich Patienten, die ihre Bewegungstherapie seit der ersten Coronawelle im März/April komplett eingestellt haben. Diese Passivität hat mittlerweile zu muskulärer Schwäche und daraus resultierender Luftnot bei körperlicher Belastung im Alltag geführt. Durch den Bewegungsmangel nehmen die Patienten an Körpergewicht deutlich zu. Dadurch wird die Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterin- Einstellung schlechter, was den Verlauf der Herzerkrankung zusätzlich negativ beeinflusst." (DGPR e.V., 23.11.2020)

    Der DBS e.V. und der DVGS e.V. empfehlen dagegen die Aussetzung des Rehabilitationssports.

    Die Mehrzahl unserer Mitglieder kommt aus dem therapeutischen Bereich und führt den Rehasport auch weiterhin durch.

    Da es im Rehabilitationssport keine Bedarfsplanung gibt, sind Sie als Rehasportanbieter nicht verpflichtet die Leistung zu erbringen.
    Wir hatten ja bereits in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass jeder Rehasportanbieter nach besten Wissen und Gewissen diesbezüglich eine Entscheidung treffen muss.

    Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

    Sabine Knappe (stellv. Vorsitzende des Vorstandes)

    s.knappe Dienstag, 15. Dezember 2020 09:26 Kommentar-Link
  • Kursleiter

    Sie stehen da nicht allein, leider werden Emails mit Bedenken ignoriert.
    Es wird eben so ausgelegt bis es passt.

    Kursleiter Montag, 14. Dezember 2020 19:48 Kommentar-Link
  • V. Demes

    Sehr geehrte Frau Rondrig,
    ich bin so froh Ihre Nachricht zu lesen. Ich stimme Ihnen zu 100% zu! Ich versuche seit Tagen genau darauf aufmerksam zu machen, stoße aber nur auf taube Ohren. Kurz dachte ich, ich stünde allein mit meiner Meinung, bin einfach zu vorsichtig, oder untergraben die Wichtigkeit des Rehasports.
    Mit besten Grüßen
    Vanessa Demes

    V. Demes Montag, 14. Dezember 2020 18:13 Kommentar-Link
  • Maria Rondrig

    Ich mag die Auslegung überhaupt nicht.
    Natürlich ist es korrekt, dass es für den Rehasport einer Verordnung bedarf aber es ist definitiv keine notwendige Maßnahme, welche unter aktuellen Umständen durchgeführt werden sollte, geschweige denn MUSS. Es ist ein Zusammenkommen von mehreren Personen aus mehreren Haushalten (bis zu 10 verschiedene Haushalte) in einem Gruppenraum. Die Hygienekonzepte und Regelungen können andere auch einhalten und diese müssen schließen und dort kommen nicht 10 verschiedene Haushalte zusammen. Rehasport ist alles andere als lebensnotwendig und die Personen können ohne Probleme an Online-Formaten des Rehasports teilnehmen. Es handelt sich bei den Teilnehmern zumeist um Personen aus der Risikogruppe und egal was man macht, es ist unmöglich ein Hygienekonzept zu führen, welches zu 100% funktioniert - das schaffen nicht mal Krankenhäuser. Es ist eine Farce sich auf eine Lücke im Gesetz zu berufen, welche hoffentlich bald geschlossen wird. Ja, es bedarf für Rehasport einer medizinischen Verordnung, dass die Kassen es bezahlen aber das ist nicht gleichzusetzen mit gesundheitlich essenziellen Versorgungen in einer Zeit wie dieser.

    Maria Rondrig Montag, 14. Dezember 2020 18:01 Kommentar-Link

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.

Copyright © 2021 RehaSport Deutschland e.V.