Thomas Roth

Thomas Roth

Das Verhandlungsergebnis mit dem vdek e.V. über neue Tarife ab Januar 2021 steht.

Neben einer grundsätzlichen Preiserhöhung haben die Ersatzkassen einer Fortführung der Pandemie bedingten, zusätzlichen temporären Erhöhung von 10 Prozent für weitere sechs Monate zugestimmt.

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von zwei Jahren und die sog. Günstigkeitsklausel bleibt bis Ende 2022 weiterhin ausgesetzt.

 

 

11. Dezember 2020 | Weitere Klarstellung in Niedersachsen

Freitag, 11 Dezember 2020 10:10 Publiziert in CORONA
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in

NIEDERSACHSEN

hat heute Morgen für noch mehr Klarheit gesorgt und den Eintrag unter Sport - Antworten auf häufig gestellte Fragen erneut überarbeitet:

Was gilt für den Rehasport?
Rehasport kann als Individualsport und als Sport in der Gruppe betrieben werden.

Was ist unter Rehasport zu verstehen?
Bei Rehabilitationssport handelt es sich um eine medizinisch notwendige und ärztlich verordnete Maßnahme (§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX). Die Gruppen trainieren unter ärztlicher Betreuung und Überwachung.

Mit wie vielen Personen und unter welchen Voraussetzungen darf dieser Sport betrieben werden?
Die Gruppengröße ist abhängig von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und kann daher variieren. Dabei ist es wichtig, z. B. einen Mindestabstand von 2,5 Metern zwischen den Sporttreibenden zu belassen und bis zum Erreichen des Platzes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die genauen Einzelheiten zur Durchführung des Angebotes muss die Betreiberin bzw. der Betreiber in einem Hygienekonzept festschreiben. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, sind die Kontaktdaten der Anwesenden zu notieren. Rehasport kann auch als Individualsport betrieben werden.

 

10. Dezember 2020 | Rehasport in Niedersachsen wieder möglich!

Donnerstag, 10 Dezember 2020 23:06 Publiziert in CORONA
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
wir konnten das Ministerium in einem weiteren Bundesland mit unseren Argumenten überzeugen. Diesmal ist es 

NIEDERSACHSEN

Sport – Antworten auf häufig gestellte Fragen wurde heute Abend erneut aktualisiert:

Ist die Ausübung von ärztlich verordnetem Rehabilitationssport erlaubt?
Bei ärztlich verordnetem Rehabilitationssport handelt es sich 
nicht um Freizeit- und Amateursport im Sinne des §10 Absatz 1 Nr. 7.
Ärztlich verordneter Rehabilitationssport unterfällt vielmehr der 
medizinisch notwendigen Versorgung. Die Ausübung von ärztlich verordnetem Rehabilitationssport ist daher entsprechend §10 Absatz 1 Nr. 9 a) gestattet. Die Einhaltung des Abstandsgebotes ist jedoch auch hier zu beachten.

Rehabilitationssport ist somit in Niedersachsen wieder möglich!

 

Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
die Krankenkassen haben uns heute informiert über die

VERLÄNGERUNG DER SONDERREGELUNGEN WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE

Die bundesweit abgestimmten und bis 31.12.2020 befristeten Sonderregelungen „Fortführung im Freien" und "Fortführung als Tele-/Online-Angebot“ werden weiter bis 30.06.2021 verlängert. 

Darüber hinaus wird die Anspruchsdauer für im Zeitraum vom 01.08.2020 bis 31.03.2021 bewilligte Verordnungen Muster 56 automatisch um 6 Monate verlängert. Diese Regelung ist unbürokratisch ausgestaltet, um sowohl den Leistungserbringern als auch den Krankenkassen und ihren Abrechnungsdienstleistern unnötige Verwaltungsaufwände in jedem bewilligten Fall zu ersparen.

Die Informationen finden Sie im Schreiben vom 04.12.2020

Falls Sie Fragen zu diesen Regelungen haben, wenden Sie sich bitte zunächst an unsere Geschäftsstelle.

3. Dezember 2020 | Kleine redaktionelle Änderung in Hessen

Donnerstag, 03 Dezember 2020 19:16 Publiziert in CORONA
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
heute gab es "kleine" redaktionelle Ergänzungen in

HESSEN

Rehabilitationssport gemäß § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX sowie Funktionstraining nach § 64 Abs. 1 Nr. 4 SGB IX unterfällt nicht den Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 CoKoBeV, da es sich um medizinische Maßnahmen handelt, d.h. die Angebote dürfen auch in (Klein-) Gruppen zur Verfügung werden. Es wird empfohlen, die Gruppe auf fünf Personen zuzüglich Trainerin oder Trainer zu reduzieren. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen soweit das Angebot nicht in öffentlich zugänglichen Gebäuden stattfinden, in denen eine Mund-Nasen-Bedeckungs-Pflicht herrscht. Des Weiteren ist aus Sicherheitsgründen ein Hygienekonzept zu erstellen; (Seite 16/17).

Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen (Seite 16), sowie sämtliche Schwimmbäder (Seite 18) und ähnliche Einrichtungen dürfen für Rehabilitationssport genutzt werden.

Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
nun gibt es auch eine Klarstellung im Land 
 

BRANDENBURG

 
 
§9 (2) 1.  Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben erlaubt.
 
Corona Aktuell | Sport [Aufgerufen am 03.12.2020]
 
Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen ist untersagt - Ausnahme Rehasport
Medizinisch notwendige Rehabilitation und Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen sind kein Sportbetrieb nach § 12 Abs. 1 EindV. Medizinisch notwendig ist eine Leistung, wenn sie ärztlich verordnet ist. Das heißt, dass Sportangebote, an denen die Teilnahme regelmäßig aufgrund einer ärztlichen Verordnung von Reha-Sport erfolgt, können unter Einhaltung der Hygienevorschriften durchgeführt werden. Anlagen, die zu medizinisch-therapeutischen Einrichtungen, zu Einrichtungen zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen, zu sozialtherapeutischen und sozialpädagogischen Einrichtungen oder zu Senioreneinrichtungen oder zu Kindergärten gehören und bestimmungsgemäß zu diesen Zwecken genutzt werden, sind keine Sportanlagen (§ 12 Absatz 1 EindV).
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
die neuen Corona-Schutzverordnungen für die Zeit ab 1. Dezember sind nun in allen Bundesländern verfügbar.
 
Es ist wirklich toll und erfreulich, dass der Rehabilitationssport inzwischen in sieben Bundesländern explizit in der jeweiligen Verordnung genannt wird! In weiteren sechs Ländern erfolgt die Freigabe durch eine Klärung in den FAQs etc. bzw. eine klarstellenden E-Mail.
 
Über die „Rolle rückwärts“ in Niedersachsen hatte ich am 25.11.2020 berichtet. Sowohl hier, wie auch in Bremen und Brandenburg sind wir weiterhin "am Ball".
 

REHABILITATIONSSPORT IN DEN CORONA-VERORDNUNGEN

BADEN-WÜRTTEMBERG

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 vom 30. November 2020

 
Die Erlaubnis für Rehasport ist nun im §13 festgelegt: Öffentliche und private Sportanlagen und Sportstätten, einschließlich Fitnessstudios, Yogastudios, Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen (Absatz 2 Ziffer 6.) und Schwimm-, Hallen-, Thermal-, Spaßbäder und sonstige Bäder (Absatz 2 Ziffer 7.) dürfen für den Rehasport öffnen.
 
BERLIN
 
 
Im §5 (7) ist die Erlaubnis für Rehasport festgelegt:
Ärztlich verordneter Rehabilitationssport oder ärztlich verordnetes Funktionstraining im Sinne des § 64 Absatz 1 Nummer 3 und 4 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch in festen Gruppen von bis zu höchstens zehn Personen zuzüglich einer übungsleitenden Person ist erlaubt; bei besonderen im Einzelfall zu begründenden Härtefällen ist die Beteiligung weiterer Personen zulässig, soweit dies zwingend notwendig ist, um den Teilnehmenden die Ausübung des Rehabilitationssports oder Funktionstrainings zu ermöglichen.
 
Im §5 Absatz (7a) lit. c) ist die Erlaubnis festgelegt, dass für den Rehasport "gedeckte Sportanlagen" genutzt werden dürfen.
 
HAMBURG
 
 
§20 (1) Ärztlich verordneter Rehabilitationssport bleibt auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie in öffentlichen und privaten Schwimmbädern zulässig.
 
§20 (3) Ärztlich verordneter Rehabilitationssport bleibt zulässig; für die Ausübung gelten die folgenden Vorgaben:
• es gelten die allgemeinen Hygienevorgaben nach § 5,
• die Kontaktdaten der Nutzerinnen und Nutzer sind nach Maßgabe des § 7 zu erheben,
• die gemeinsame Ausübung des Rehabilitationssports ist höchstens mit bis zu zehn Personen zulässig,
• es ist ein Schutzkonzept nach Maßgabe von § 6 zu erstellen,
• in geschlossenen Räumen gilt bei der Sportausübung ein Mindestabstand von 2,5 Metern.
 
NORDRHEIN-WESTFALEN
 
 
§9 (1a) Abweichend von Absatz 1 dürfen Sportangebote, an denen eine Teilnahme regelmäßig aufgrund einer ärztlichen Verordnung erfolgt (vor allem Rehabilitationssport), angeboten und wahrgenommen werden, wenn nur Personen mit einer individuellen ärztlichen Anordnung teilnehmen und der Abstand zwischen allen beteiligten Personen während des gesamten Auf- enthalts in oder auf den in Absatz 1 genannten Einrichtungen mindestens 2 Meter beträgt. 
 
Dies gilt in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen; §9 (1).
 
RHEINLAND-PFALZ
 

§6 (3) Erlaubt sind Dienstleistungen, die … medizinischen Gründen dienen, wie ... Rehabilitationssport und Funktionstraining im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 3 und 4 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch. Es gilt jedenfalls die Maskenpflicht nach § 1 Abs. 3 Satz 4, sofern die Art der Dienstleistung dies zulässt. Zusätzlich gilt die Pflicht zur Kontakterfassung nach § 1 Abs. 8 Satz 1. 
 
SACHSEN-ANHALT 
 
 
§8a (1) 5. Rehabilitationssport ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern im Freien als auch in geschlossenen Räumen erlaubt.
 
 
§6 (2) … [zu schließen sind] 10. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen mit Ausnahme medizinisch notwendiger Angebote der Rehabilitation.
 
 

REHASPORT IN BEGRÜNDUNGEN | AUSLEGUNGSHINWEISEN | FAQs | E-MAILS

BAYERN
 
 
§12 (3) Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben unter Auflagen erlaubt.
 
 
"… nach unserer Auffassung sind in Einrichtungen nach § 10 Abs. 3 der 8. BayIfSMV, die nicht als Sport- oder Fitnessbereich an medizinische oder therapeutische Einrichtungen, Zentren oder Praxen angeschlossen sind, allein Rehasport und Funktionstraining i.S.d. § 64 Abs. 1 Nr. 3, Nr. 4 SGB IX zulässig. D.h. Rehasport ist in ansonsten geschlossenen Fitnessstudios und Sportvereinen zulässig."
 
HESSEN
 
 
§6 (2) Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben erlaubt.
 
 
Rehabilitationssport gemäß § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX sowie Funktionstraining nach § 64 Abs. 1 Nr. 4 SGB IX unterfällt nicht den Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 CoKoBeV, da es sich um medizinische Maßnahmen handelt. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen soweit das Angebot nicht in öffentlich zugänglichen Gebäuden stattfinden, in denen eine Mund-Nasen-Bede- ckungs-Pflicht herrscht. Des Weiteren ist aus Sicherheitsgründen ein Hygienekonzept zu erstellen; (Seite 16/17)
 
Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen (Seite 16), sowie sämtliche Schwimmbäder (Seite 18) und ähnliche Einrichtungen dürfen für Rehabilitationssport genutzt werden.
 
MECKLENBURG-VORPOMMERN
 
 
§2 (4) Medizinisch, therapeutisch oder pflegerisch notwendige Behandlungen bleiben unter Einhaltung von Auflagen erlaubt.
 
FAQs Corona [aufgerufen am 30.11.2020]
 
Können Rehasportgruppen trainieren? 
Ja, vor dem Hintergrund der medizinischen Notwendigkeit des Rehasports ist dieser auch mit mehreren Patienten durchführbar. Dazu muss ein einrichtungsbezogenes Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt werden.
 
NIEDERSACHSEN
 
 
§10 9. a) Einrichtungen für medizinisch notwendige Behandlungen bleiben geöffnet.
 
 
Unsere Rehasport-Gruppe möchte wieder sein Training im Verein aufnehmen – das geht doch, oder?
Nein, leider nicht. Rehasport ist im Rahmen medizinisch notwendiger Behandlungen als Individualsport möglich, wie beispielsweise bei einem Physiotherapeuten mit zwei Personen (Physiotherapeut*in und Patient*in). Hingegen der Rehasport in Vereinen bzw. in einer Gruppe ist aufgrund des Gebots der Kontaktreduzierung derzeit nicht möglich. Für diesen begrenzten Zeitraum appellieren wir daher bereits Erlerntes in Eigenregie oder mit digitale Unterstützung fortzusetzen.
 
SAARLAND
 
 
(4) Die Erbringung körpernaher Dienstleistungen ist nur unter Einhaltung spezieller Hygienekonzepte … gestattet.
 
 
"Der ärztlich verordnete Reha-Sport, ... bleibt von Betriebsuntersagungen und –beschränkungen ausgenommen. ... der Ort des Reha-Sports ist variabel. D.h. wenn ... in den Räumlichkeiten eines Fitnessstudios eine ärztlich verordnete Maßnahme [durchgeführt wird], ist das zulässig.“
 
SACHSEN
 
 
§4 (1) 4. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen dürfen öffnen, soweit sie medizinisch notwendiger Behandlungen dienen.
 
Häufige Fragen zu den Bekanntmachungen [aufgerufen am 30.11.2020]
 
Was sind medizinisch notwendige Behandlungen im Rahmen der körpernahen Dienstleistungen?
Dabei handelt es sich um Dienstleistungen, die aus medizinischen Gründen erforderlich sind. Sie sind erforderlich, wenn eine ärztliche Verordnung ausgestellt wurde (Rezept). 
 
Ist der Betrieb von Fitnessstudios erlaubt?
Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind zu schließen. Es sei denn, dort finden medizinisch notwendige Behandlungen statt (z.B. Rehabilitationssport, physiotherapeutische Behandlungen).
 
SCHLESWIG-HOLSTEIN
 
 
Zu §11 (Sport) Zu Absatz 3 | … bisher bestehende Ausnahmemöglichkeit für bestimmte Sportlerinnen und Sportler. Neu aufgenommen wurde eine Ausnahme für Rehasport. 
 
 

NOCH NICHT ABSCHLIESSEND GEKLÄRT

BRANDENBURG
 
 
§9 (2) 1.  Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben erlaubt. Wir bemühen uns um eine Klärung bzw. Klarstellung bzgl. Rehabilitationssport.
 
BREMEN
 
 
Die Verordnung äußert sich nicht dediziert zu „medizinisch erforderlichen Behandlungen“. Auf bremen.de werden diese erlaubt. Eine Klarstellung bzgl. Rehabilitationssport steht noch aus.

25. November 2020 | Kehrtwende in Niedersachsen

Mittwoch, 25 November 2020 19:32 Publiziert in CORONA
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
im Folgenden der aktuelle Stand in 

NIEDERSACHSEN

Wir haben am 08.10.2020 und erneut am 29.10.2020, im Anschluss an das Abstimmungsergebnis auf Bund-Länder-Ebene, dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unsere Position vorgetragen, dass es sich beim ärztlich verordneten Rehabilitationssport um eine medizinisch notwendige Behandlung handelt, die auch unter der Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 vom 30. Oktober 2020 weiter möglich ist.

Am 02.11.2020 erhielt ich eine E-Mail aus dem MS-Lagestab Corona mit der Information, der Rehasport „ist … natürlich auch weiterhin möglich und wird von der neuen Landesverordnung nicht eingeschränkt“.

Diese Auffassung wurde mit Stand 03.11.2020 auch so in den FAQs des Landes Niedersachsen wiedergegeben:
„Ist die Ausübung von ärztlich verordnetem Rehabilitationssport erlaubt? 
Bei ärztlich verordnetem Rehabilitationssport handelt es sich nicht um Freizeit- und Amateursport im Sinne des § 10 Absatz 1 Nr. 7. Ärztlich verordneter Rehabilitationssport unterfällt vielmehr der medizinisch notwendigen Versorgung. Die Ausübung von ärztlich verordnetem Rehabilitationssport ist daher entsprechend § 10 Absatz 1 Nr. 9 a) gestattet. Die Einhaltung des Abstandsgebotes ist jedoch auch hier zu beachten.“ 

Am 04.11.2020 schreiben die vier am Rehabilitationssport beteiligten Niedersächsischen Verbände (BSN e.V., NTB e.V., LAG e.V., Rheumaliga e.V.):"Nach wie vor empfehlen die anerkennenden Verbände den Rehabilitationssport auszusetzen, …“.

Am 14.11.2020 wurden die FAQs des Landes Niedersachsen ergänzt:
"Unsere Rehasport-Gruppe möchte wieder sein Training im Verein aufnehmen – das geht doch, oder?
Nein, leider nicht. Rehasport ist im Rahmen medizinisch notwendiger Behandlungen als Individualsport möglich, wie beispielsweise bei einem Physiotherapeuten mit zwei Personen (Physiotherapeut*in und Patient*in). Hingegen der Rehasport in Vereinen bzw. in einer Gruppe ist aufgrund des Gebots der Kontaktreduzierung derzeit nicht möglich. Für diesen begrenzten Zeitraum appellieren wir daher bereits Erlerntes in Eigenregie oder mit digitaler Unterstützung fortzusetzen.“ 

Am 16.11.2020 schreiben die vier o.g. Verbände:
"Damit bestätigt das Land Niedersachsen unsere Position zur Durchführung des Rehabilitationssports in Zeiten der Corona-Pandemie vom 04.11.2020.“

Am 17.11.2020 erhalten wir eine weitere Mail aus dem MS-Lagestab Corona, in der die am 02.11.2020 getroffene Einschätzung revidiert wird:
"Rehabilitationssport ist ... als Individualsport allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern des eigenen Hausstandes möglich. So kann z. B. eine Physiotherapeutin ihren Patienten trainieren und anleiten – im Verhältnis 1:1 also."

Am 20.11.2020 tragen wir dem MS-Lagestab Corona erneut unsere Argumentation vor und bitten um Klärung bzw. Klarstellung.

Heute, am 25.11.2020, erhalten wir die Rückmeldung, dass an der Bewertung vom 17.11.2020 festgehalten wird; eine substantielle Begründung erfolgt nicht.

Selbstverständlich werden wir uns weiter bemühen und eine Entscheidung für den Rehasport anstreben. Bis dahin müssen Anbieter, die weiterhin Rehabilitationssport durchführen, damit rechnen, dass gegen sie eine Unterlassungsverfügung ausgesprochen und ein Bußgeld verhängt wird.

Wir bedauern diese Entwicklung sehr.

Viele Grüße aus Berlin

Thomas Roth
Vorsitzender des Vorstands

24. November 2020 | Bemerkungen zur aktuellen Situation

Dienstag, 24 November 2020 18:52 Publiziert in CORONA
Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,
 
„Der Rehasport ist in ansonsten geschlossenen Fitnessstudios und Sportvereinen zulässig“ … schreibt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

REHASPORT IST [EBEN] KEIN SPORT!

Diese Klarstellung, so selbstverständlich sie für manche und gleichzeitig kontrovers für andere erscheint, ist ein riesiger Erfolg. Ja, der Rehasport nutzt die Mittel des Sports, aber er ist weit mehr als nur die reine Verbesserung der motorischen Grundeigenschaften. Die physische und psychische Belastbarkeit steigen, Mobilität und somit Selbstbewusstsein sowie Selbstwertgefühl kehren zurück. Die Rehasportler stabilisieren ihre Gesundheit, vermeiden Einsamkeit und bleiben Teil der Gesellschaft.
 
Es geht beim Rehasport somit vordergründig um Gesunderhaltung und Rehabilitation, genau jene beiden, vom Gesetzgeber letzte Woche explizit benannten, „hochrangigen Schutzgüter“. 
 
(Fast) alle Bundesländer haben sich dieser Auffassung inzwischen angeschlossen, klassifizieren den Rehasport als „erforderliche medizinische Behandlung" und ermöglichen damit die weitere Durchführung von Gruppen.

VERANTWORTUNG + SELBSTVERSTÄNDNIS

Es gibt eine legitime Diskussion darüber, ob es nicht verantwortungslos sei, Rehasport derzeit anzubieten. Die Teilnahme von Älteren und Patienten mit Vorerkrankungen sind für sich genommen jedoch noch keine Rechtfertigung Rehasportgruppen einzustellen. Es kommt vielmehr darauf an, ob und wie den Risiken begegnet wird. 
 
Auch der Gesetzgeber ist sich dessen bewusst und fordert von den Dienstleistungen zur Gesunderhaltung und Rehabilitation gerade strenge Schutz- und Hygienekonzepte. V.a. die Einhaltung des Abstands mit selbstverständlichem Verzicht auf Partnerübungen sowie regelmäßiges Lüften sind die Grundpfeiler der Corona-Schutzmaßnahmen und durch die Übungsleiter ebenso leicht wie konsequent umzusetzen.
 
Da es im Rehabilitationssport keine Bedarfsplanung gibt, ist niemand verpflichtet, Rehasportgruppen offen zu halten. Jeder Rehasportanbieter muss sich jedoch bewusst sein, dass er als Leistungserbringer auch eine Verantwortung u.a. gegenüber den Versicherten trägt, die an den Gruppen teilnehmen wollen, weil sie davon profitieren. „Pauschal“ und „vorschnell“ die Durchführung aktuell abzulehnen, stärkt nicht unsere gemeinsame Position. 

ERFOLGE + WINDMÜHLEN

Wir sind stolz darauf, den von den Kassen bezahlten Tele-/Online Rehasport mit aus der Taufe gehoben zu haben. Die sozialrechtliche Begründung, warum es sehr wohl für die Krankenkassen eine Rechtsgrundlage für eine temporäre Erhöhung der Vergütung gibt, stammt aus unserer Feder. Bei der Einordnung von Rehasport als „erforderliche medizinische Behandlung“ sind wir maßgeblich beteiligt.
 
Wir sind realistisch genug, einzuschätzen, dass das alles die aktuellen wirtschaftlichen Verwerfungen nicht kompensieren kann. Es ist auch richtig, dass nicht alles optimal ist, es könnte mehr (v.a. Geld) sein, manches ist sicher zu bürokratisch.
 
Bedauerlich ist, dass viele beteiligte Krankenkassen und Verbände nicht an einem Strang ziehen. Die teils sehr mühsame Diskussion zu den vorübergehenden Vergütungserhöhungen, die aktive Gegenwehr gegen den Online Rehasport und die Empfehlungen, den Rehasport, trotz Erlaubnis durch die Politik, auf alle Fälle einzustellen, haben uns sehr überrascht.
 
Umso mehr freuen wir uns, dass es durchaus auch einige Organisationen und Kostenträger gibt, die gerade in diesen Zeiten unkompliziert und emphatisch handeln. Vielen Dank dafür!

ZUKUNFT + PERSPEKTIVE

Die Pandemie wird uns noch länger, aber wohl auch nicht für immer begleiten. Die angekündigten Impfstoffe sind sicher mehr als ein Hoffnungsschimmer. Bis dahin müssen wir alle durchhalten. Das gilt auch für uns. Entgegen der irrigen Auffassung einzelner, wir seien so etwas wie eine Behörde, sind auch wir grundsätzlich „sterblich“. Als steuerlich privilegierter, aber nicht gemeinnütziger und nicht körperschaftssteuerpflichtiger Berufsverband qualifizieren wir uns faktisch für kein derzeit aufgelegtes Hilfsprogramm. Wir kämpfen, so wie sicherlich auch viele von Ihnen, und sind überzeugt, dass die Pandemie auch ein Ende hat und alles gut wird. 
 
Auf alle Fälle werden wir uns weiterhin für Sie und unseren Rehasport stark machen. Wir können nicht immer helfen und leider auch nicht zaubern, Ihnen auf alle Fälle zuhören geht jederzeit!
 
Persönlich habe ich mich über die zahlreichen aufmunternden, unterstützenden und unsere Arbeit wertschätzenden Mails in den letzten Wochen sehr gefreut.
 
Bleiben Sie gesund und halten Sie durch!
 
Viele Grüße aus Berlin
 
Thomas Roth
Vorsitzender des Vorstands

Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

gerade erreicht uns eine Korrektur der bisherigen Auffassung in

RHEINLAND-PFALZ

"Sinn und Zweck der durch die Corona-Bekämpfungsverordnungen angeordneten Maßnahmen ist die Verhinderung der unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus. Die Zahl der Infektionen steigt in Deutschland weiterhin stark an. Die Infektionsketten können aktuell nur durch vorübergehende konsequente Einschränkungen der Kontakte wirkungsvoll unterbrochen werden. Je weniger Menschen einander begegnen, desto weniger Möglichkeiten hat das Virus, sich zu verbreiten.

Die notwendige Gesundheitsfürsorge muss mit diesem Regelungszweck in Einklang gebracht und weiterhin gewährleistet werden. Deshalb sind ärztlich verordnete Rehabilitationsmaßnahmen und sonstige Dienstleistungen der Gesundheitsfürsorge grundsätzlich gemäß § 6 Abs. 3 der 12. CoBeLVO auch in geschlossenen Räumen gestattet, sofern die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachtet werden.

Nach erneuter fachlicher Prüfung ist durch das Verbot von Gruppenangeboten die Durchführung von Rehabilitationssport faktisch nicht möglich. Dies ist mit Blick auf die Balance zwischen Gesundheitsfürsorge und Infektionsschutz nicht im Sinne des Verordnungsgebers. Deshalb legen wir den § 6 Abs. 3 der 12. CoBeLVO nach dieser erneuten Prüfung dahingehend aus, dass Rehabilitationssport in Gruppen betrieben werden darf. Entsprechend § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX bedarf es hierfür neben einer ärztlichen Verordnung auch der ärztlichen Betreuung und Überwachung. Zudem müssen die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachtet werden. In Wartesituationen gemeinsam mit anderen Personen gilt die Maskenpflicht nach § 1 Abs. 3 der 12. CoBeLVO."

Hier gibt es die korrigierte Auslegungshilfe zur 12. CoBeLVO.

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